Umzugshilfe: Unter Freunden

Umzugshilfe: Unter Freunden

Den Tag des Umzugs festlegen, den Freunden bescheid geben und umziehen - es klingt sehr einfach, doch was gibt es beim Umzug mit der Hilfe von Freunden zu beachten?

 

Während es manchen unangenehm ist, den Freunden ein solches Chaos zuzumuten (wichtig: Freundschaftsdienste sind an sich gesetzlich nicht versichert!) und sich an eine Umzugsfirma wenden, zählen andere auf die Hilfe ihrer Freunde. Anders als bei einer Übersiedlung mit einem professionellem Umzugsunternehmen, ist die gesamte Organisation selbst zu übernehmen. Daher gibt es nun einige nützliche Tipps:

 

Die erste Frage lautet, wer von den Freunden und Bekannten als helfende Hand in Frage kommt. Nicht jeder, den man als Umzugshelfer anfragt, wird darüber erfreut sein. Daher sollte man vorher für sich klären, ob man bei der  umgekehrten Anfrage auch selbst zu Hilfe kommen würde.
Komplett ohne Gegenleistung zu helfen kommt nur für sehr gutmütige Menschen in Frage. Auch wenn es auf den ersten Blick so scheint, helfen bei einem Umzug vor allem die vertrauten Menschen, die bei ihrem nächsten Umzug oder Renovierung auch auf die Hilfe jener, denen sie selbst beim Übersiedeln geholfen haben, zählen. Wenn nicht eine andere Form der Kompensation erwartet oder abgemacht wird.

 

Weiterhin ist es wichtig, das Umzugsdatum, sobald es feststeht und so früh wie möglich, an die Helfer weiterzugeben. Wenn beispielsweise für ein Zusammentreffen in einem Restaurant wochenlang nach einem passenden Termin gesucht wird, wird es bei einem festlegten Termin umso wahrscheinlicher, dass es nicht für jeden zeitlich passt, sich einen ganzen Tag für die Umzugshilfe freizunehmen. Gerade bei einem Umzug in eine andere Stadt kann es sich als schwierig herausstellen, Freunde für den Transport zu gewinnen. Neben der Umzugsarbeit kommt hier noch die Zeit und Organisation des Rückweges hinzu.

 

Generell sollte die angebotene Hilfsbereitschaft nicht überstrapaziert werden. Werden die Freunde für 8 Uhr bestellt, der Transporter steht aber erst um 10 Uhr vor der Haustür, könnte die Laune schnell sinken. Somit sollte genau überlegt werden, wann die starken Arme zum Schleppen und fleißige Hände zum Anpacken gebraucht werden. Die Umzugskartons sollten so beschrieben werden, dass zerbrechlicher Inhalt erkennbar ist und auch beim Ausladen feststeht, in welches Zimmer die Kiste gebracht werden soll. Ebenso ist zu überlegen, wer welche Aufgabe übernehmen kann. Gibt es einen Freund, der auf seinem Weg den Transporter abholen und vorbeibringen kann?

 

Darüber hinaus werden die Freunde, zurecht, die Versorgung mit Essen und Trinken erwarten. Wasser während der Arbeit und (gekühltes) Bier nach einem erfolgreichen Umzugstag sind fast schon ein ungeschriebenes Gesetz. Eine Pizza, belegte Brote sind auch immer gerne gesehen und einfach zu organisieren.

 

Auch im Umzugsstress sollte nicht vergessen werden, dass die Freunde sich freiwillig zur Verfügung gestellt haben mit dem Wissen, dass eine Übersiedlung kein Zuckerschlecken ist.  Wenn etwas während der Übersiedlung zu Bruch gehen sollte, dann nicht die Freundschaft.
Nach einem geglücktem Umzug sollte man seinen Dank mit einer Nachricht oder einer Einladung im neuen Heim zeigen, womöglich eine Einweihungsparty steigen lassen. Denn bei einem privat organisierten Umzug mit Freunden verdankt man ihnen die Ankunft im neuen Heim, auch wenn der Anteil der eigenen Planung wesentlich größer ist als bei einem Umzug mit einem spezialisierten Unternehmen.

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